Engagement

Unser Besuch beim Baumpflanzprojekt in Kenia

Autor

Rebekka Nüesch

Lesezeit

5min

Veröffentlicht

24.10.2026

Unser Besuch beim Baumpflanzprojekt in Kenia

Ende September 2026 waren wir, Nicholas und Robin, in Kenia. Für uns war es die wohl schönste und emotionalste Reise, die wir mit NIKIN je gemacht haben. Eines unserer Ziele war, unser aktuelles Baumpflanzprojekt mit eigenen Augen zu sehen und selbst mit anzupacken. An einem gemeinsamen Pflanztag wurden schlussendlich rund 5'000 neue Bäume gepflanzt. Etwa 20 davon haben wir selbst in die Erde gesetzt, die lokalen Teams waren aber definitiv schneller als wir.

40'000 Bäume für den Dundori Forest 

Im Projekt werden total 150'000 Bäume gepflanzt, wovon 29'000 bereits in der Erde sind. Wir von NIKIN finanzieren 40'000 der Bäume im Dundori-Gebiet. Die Region ist besonders für die Wasserversorgung in Ostafrika unverzichtbar. 

Mit unserem langjährigen Partner One Tree Planted und der lokalen Organisation Wezesha unterstützt NIKIN dort die Wiederaufforstung geschädigter Waldflächen. Viele dieser Gebiete wurden in der Vergangenheit gerodet, etwa um Weide- und Landwirtschaftsflächen zu schaffen oder um Feuerholz zu gewinnen. 

Wie Baumsetzlinge für die Wiederaufforstung in Kenia herangezogen werden  

Vor dem Pflanztag haben wir die Baumschule von Wezesha besucht, um zu verstehen, welche Arbeit hinter dem Aufziehen von Setzlingen steckt. 

Was wir gelernt haben: Bis die jungen Bäume ausgepflanzt werden können, werden sie über Monate hinweg bewässert und gepflegt. Wir durften bei der Vorbereitung mithelfen und lernten dabei, wie wichtig es ist, auf den jeweiligen Standort passende Baumarten auszuwählen.  

Es war schön zu sehen, wie viel Freude das Team von Wezesha an unserem Besuch hatte. Wir wurden mit einem Tanz willkommen geheissen, hörten Ansprachen auf Suaheli und durften Setzlinge aus der Erde nehmen. Diese Gastfreundschaft hat uns sehr berührt. 

Die Menschen hinter den gepflanzten Bäumen 

John von One Tree Planted begleitete uns auf der gesamten Reise. Er erklärte uns, wie geeignete Flächen ausgewählt werden, wie die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen läuft und wie die Entwicklung der Bäume kontrolliert wird. Wir hatten viele Fragen und John nahm sich für jede einzelne Zeit. Wir haben gelernt, dass die Aufklärung der lokalen Bevölkerung vor Ort ein grosser Teil der Aufforstung ist: Erst wenn die Menschen verstehen, wie wichtig die Bäume und Wälder sind, sind sie auch bereit, diese zu schützen. 

Vor Ort setzt Wezesha unter der Leitung von Dr. Redempta Mutisia das Projekt um. Sie ist Uni-Professorin und die Gründerin von Wezesha. Die Organisation arbeitet eng mit der lokalen Community zusammen, schafft Arbeitsplätze und unterstützt v.a. auch Frauen und Familien. Auch die Arbeit in der Baumschule ist eine wichtige Einkommensquelle für sie. Gemäss ihren Aussagen konnten sie bereits 3 Millionen Baumsetzlinge in ihrer eigenen Baumschule heranziehen.  

Unser Pflanztag mit 5'000 neuen Bäumen 

Gemeinsam mit den lokalen Pflanzteams fuhren wir von der Baumschule zu den Aufforstungsflächen im Dundori Forest. Schon bei der Ankunft wurde überall angepackt, gelacht und einander geholfen. Wir transportierten zunächst die Setzlinge. Danach zeigte uns Irene von Wezesha, worauf es beim Bäume pflanzen ankommt, bevor wir es selbst probieren durften. 

Kontrolle, Pflege und Schutz der jungen Bäume  

Trockenheit, Tiere, Krankheiten oder menschliche Eingriffe können jungen Bäumen zusetzen. John und unsere lokalen Partner zeigten uns deshalb, wie sie die Flächen regelmässig kontrollieren. Bei Besuchen und Stichproben prüfen sie, wie viele Bäume überlebt haben und wie gut sie wachsen. Wenn nötig bzw. wenn die Überlebensrate zu tief ist, werden Bäume nachgepflanzt und zusätzliche Schutzmassnahmen getroffen. 

Jedes der Projekte in Kenia hat zudem Forest Rangers, welche die Waldflächen schützen. Sie sprechen mit der lokalen Bevölkerung und stellen sicher, dass es möglichst keine illegale Abholzung gibt. 

Was Schulen und Kochstellen mit dem Wald zu tun haben 

Mit Wezesha besuchten wir auch Schulen. Dort lernen Kinder, weshalb Bäume und Wälder wichtig sind, pflanzen eigene Bäume direkt neben der Schule und kümmern sich mit den Lehrpersonen sowie den Vertreterinnen von Wezesha um sie. 

Ein weiterer Teil des Projekts sind die sogenannten Clean Cooking Stoves, also effizientere Kochstellen. Viele Haushalte kochen auf offenen Holzfeuerstellen, was viel Brennholz braucht und Rauch verursacht, der die Gesundheit belasten kann. Die effizienteren Kochstellen benötigen weniger Holz und erzeugen weniger Rauch. Das entlastet die Familien und verringert den Druck auf die umliegenden Wälder. Die Stiftung Wezesha setzt sich im Rahmen des Projekts für solche Kochstellen ein. Uns wurde einmal mehr klar, dass es bei diesem Projekt nicht nur ums Pflanzen von Bäumen, das Speichern von CO2 und die Renaturierung geht, sondern auch um eine Verbesserung der sozialen Umstände. 

Was zu guter Letzt noch wichtig ist: Im aktuellen Projekt werden die Menschen, die die Bäume pflanzen, für ihre Arbeit bezahlt. Zusätzlich erhalten Familien aus der Region für mehrere Jahre Agrarland, auf dem sie eigenes Gemüse anbauen können. So entstehen nicht nur neue Wälder, sondern auch zusätzliche Einkommens- und Ernährungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. 

Das bleibt uns vom Baumpflanzprojekt in Kenia in Erinnerung  

Wenn wir an Kenia denken, sehen wir Irene vor uns, die uns das Pflanzen zeigt, hören Johns Erklärungen und erinnern uns ans gemeinsame Tanzen in der Baumschule. Es erfüllt uns mit Stolz, mit NIKIN ein so wunderbares Projekt zu unterstützen. Wir haben gelernt, dass ein Baum mehr bewirkt, als man denkt. Beim Projekt in Kenia verändern die Bäume das Leben von Menschen nicht nur heute, sondern auch noch in vielen Jahren. Zehn Jahre nach der Gründung von NIKIN macht uns das dankbar und gibt uns enorm viel Motivation, weiterzumachen und dieses Projekt sowie weitere tolle Projekte von One Tree Planted und unseren weiteren Partnern zu unterstützen. 

Darum: Danke an John und One Tree Planted, an Dr. Redempta, Irene und das ganze Wezesha-Team, an den Kenya Forest Service, die Forest Rangers und die lokalen Pflanzteams. Für eure Zeit, eure Herzlichkeit und die Arbeit, die ihr jeden Tag leistet. 

Und danke euch, liebe NIKIN Community. Mit jedem Produkt, welches ihr bei uns kauft, tragt ihr zu tollen Projekten wie diesem bei und seid mitverantwortlich dafür, dass es unserer Natur und auch den Menschen vor Ort zumindest ein kleines bisschen besser geht. 

 

Nicholas & Robin, Mitgründer NIKIN

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